Verdammte Scheiße!

Es ist Wochenende, wir wollen mit dem Auto losfahren. Den Kindern sage ich, sie mögen beim Einsteigen aufpassen, hier überall liegt Hundekacke. Kaum, dass ich die Warnung ausgesprochen habe, trete ich selbst in einen Haufen. Keine Chance, im Gras abstreifen bringt gar nichts, eine Pfütze ist gerade nicht in Sicht. Selbst mit Reinigungstüchern aus dem Auto komme ich nicht an den Dreck, der sich Rille für Rille in mein Schuhsohlenprofil eingegraben hat. Also doch nochmal hoch in die Wohnung, Schuhe aus und gründliche Reinigung mit Bürste unter fließendem Wasser.

Angeblich gehört Hundekacke zu Berlin wie das Brandenburger Tor, aber können die Hundebesitzer ihre Tiere nicht vor die eigene Tür scheißen lassen? Was geht in Hundebesitzern vor, die ihre Tierchen mitten auf den Gehweg oder auf Wiesen in öffentlichen Parks kacken lassen, wo unter anderem Kinder spielen? Gilt so was noch als ignorant oder schon als asozial?

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es in Berlin etwa 100.000 gemeldete Hunde gibt, die täglich die beachtliche Masse von 50 Tonnen Scheiße produzieren. Mir kommt es so vor, als läge mindestens eine Tonne davon bei uns in der Straße und im nahegelegenen Park.

Süßlich beißenden Gestank in der Nase kommen mir Gewaltfantasien in den Sinn, und ich male mir in Gedanken aus, wie ich die Hundekacke dem betreffenden Hundebesitzer per Post im Paket zustelle oder gleich ins Gesicht klatsche. Aber das würde das Problem wohl auf Dauer genauso wenig lösen, wie die angedrohten 35 Euro Bußgeld für jede Tretmine oder die in einigen Stadtteilen bereitgestellten “Dog Service Station” der Firma Wall.

4. Oktober 2008, Kategorie Leben | RSS | Trackback Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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