Ertappt!
Die Discounter verkaufen wieder Weihnachtsgebäck, da machen sich kleine Jungs schon mal Gedanken um mögliche Weihnachtsgeschenke. Mein großer Sohn (8) und ich hatten beschlossen, dass wir dieses Jahr auf alle Geschenke verzichten wollten bis auf ein kleines, gemeinsames Präsent, welches wir uns teilen würden und auch der übrigen Familie zur Verfügung stellen könnten. Dieses Geschenk ist nicht nur zum spielen, sondern auch für die Fitness von Geist und Körper gleichermaßen geeignet. Also teilten wir, vermeintlich strategisch geschickt nach dem Mittagessen am Sonntag, unserer Familienministerin mit: „Wir wünschen uns gemeinsam eine WII!“
Da die Ministerin gleichzeitig für die Ressorts Bildung und Finanzen verantwortlich ist, wurde der Wunsch aus bildungs- und finanzpolitischen Gründen abgelehnt. Während mein großer Sohn sofort die Küche verließ, verfolgte mein kleiner Sohn (4) aufmerksam meine von Anfang an zum Scheitern verurteilte Argumentation in der anschließenden Aussprache mit meiner Frau. Als nach einer Weile dann der Satz fiel, &bdquod;Dann musst du sie eben kaufen, wenn du dir das leisten kannst!&rdquod;, stürmte der Kleine aus der Küche, lief zu seinem Bruder und rief:
„Hab’ ich’s doch gewusst, hab’ ich’s doch gewusst! Es gibt gar keinen Weihnachtsmann! Papa und Mama kaufen die Geschenke!“
Selbst meine lahme Ausrede, dass das völlig normal sei, da ja der Weihnachtsmann gar nicht so viel Geld hat, um für alle Kinder auf der Welt die Geschenke, die er ihnen bringt, zu kaufen, konnte das triumphierende Lächeln meines kleinen Sohnes nicht schmälern.
20. Oktober 2008, Kategorie Leben | RSS | Trackback Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.